Die Schweiz hat noch ein Gesetz, das uns seit Jahren bedroht, jetzt aber brandgefährlich wird. Es heisst Bankgeheimnis, wird immer wieder als Bankkundengeheimnis schön geredet. Es wird missbraucht von reichen Personen aus dem Ausland, indem „Kunden“ ihre zuhause nicht versteuerten Gewinne und/oder Vermögen in der Schweiz anlegen. Diese entziehen damit dem Staat Geldsummen in insgesamt mehrfacher Milliardenhöhe.
Ist das denn nicht verständlich, wenn sie ihr Geld vor dem einheimischen Fiskus retten wollen? Das ist eine Grundsatzfrage. Steuern ermöglichen dem Staat allgemeine Infrastrukturen aufzubauen und zu unterhalten wie zum Beispiel Bildung, Gesundheit, Sicherheit (Polizei), Gerichte und Strassen- und Bahnbauten. Wenn dem Staat dazu die Mittel fehlen, dann wird er die Aktivitäten abbauen. Leiden werden darunter insbesondere jene Menschen, welche sich diese errungenen Dienstleistungen nicht selber bezahlen müssen und das sind in aller Regel jene, welche keine sechsstellige Zahl Einkommen haben, also die grosse Mehrheit. Steuern sind also das Werkzeug, um soziale Gerechtigkeit anstreben zu können.

Wer kann überhaupt Steuern hinterziehen?

Normale BürgerInnen können das kaum, da sie einen Lohnausweis besitzen, der die genaue Summe des Erworbenen ausweisen. Hingegen können einzelne Zusatzverdienste wie Börsengewinne, Boni und anderes an der Steuer vorbeigezirkelt werden, und dann eben in der Schweiz angelegt werden.

Diesen Umstand akzeptieren immer weniger Länder. Und das muss unter em Kant’schen Imperativ auch zu verstehen sein. Wer wäre denn dafür, dass einige Schweizer das zusätzliche verdiente Geld nicht versteuern und es im Ausland deponieren. Das gibt es auch und dagegen muss auch vorgegangen werden.

Jetzt handeln oder die Schweiz verliert ihr Ansehen

Bundesrat und Parlament muss endlich der Bankenlobby den Laufpass geben und ein Gesetz ausarbeiten, das oben beschriebene Steuerhinterzieher und -betrüger als das behandelt, was sie sind: Schwer Kriminelle, die nur ein Ziel haben: sich bereichern auf Kosten der Gemeinschaft. Nur so kann die Schweiz eine folgenschwere Spirale abwenden. Sie verliert die Glaubwürdigkeit in der Welt, redlich, neutral  und gerecht  zu sein, nämlich die Zuschreibungen, welche für einen kleinen, unabhängigen Staat, der hohe Kompetenz aufweist, absolut notwendig, Wir müssen heute handeln, wenn der Ruf zerstört ist, werden unsere künftigen Generationen Jahrzehnte brauchen, um es wieder aufzubauen. Die Bankenprodukte der meisten Schweizer Banken sind gut und haben gute Chancen im internationalen Wettbewern. Die Schwarzgeldverwaltung jedoch zerstört das Vertrauen. Da die Bankiers das nicht einsehen, müssen sie zur Einsicht gezwungen werden, genauso wie der chronisch alkoholisierte Autofahrer. Hinzu kommt, dass die Banken ohnenhin ein Problem haben, jetzt wo Daten zu einem guten Geschäft werden, laufen sie Gefahr, ihre Mitarbeiter mit noch mehr Schweigegeld (=Boni) bestechen zu müssen.

Weg vom Populismus

Weder die Minarette, noch die Deutschen, weder die „Sozialhilfebetrüger“ noch die Burkas, weder die Drogenkranken noch die Cervelathäute haben je die Schweiz in eine derartige Krise gebracht, wie die Banken und deren Strategien, die Jahrzehnte den Bundesräten und Parlamentariern als Heilslehre verkauft wurden. Drei Mal mussten Banken gerettet werde,  Milliarden wurden vernichtet, Vertrauen zerstört. Jetzt muss Schluss sein mit dem Unsinn.