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	<title>Geri Müller</title>
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	<description>Ungefilterte Aussagen von Geri Müller</description>
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		<title>Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA)</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 13:23:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Geri Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Atomenergie]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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		<description><![CDATA[In &#220;bereinstimmung mit grundlegenden Sicherheitsprinzipien der IAEA, definiert die Schweiz Akzeptanz-Kriterien in der Verordnung &#252;ber Strahlenschutz. Jeden einzigen postulierten Unfall wird nach der gesch&#228;tzten H&#228;ufigkeit des Auftretens kategorisiert. Die Kategorisierung erfolgt in drei Banden von  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In &#220;bereinstimmung mit grundlegenden Sicherheitsprinzipien der IAEA, definiert die Schweiz Akzeptanz-Kriterien in der Verordnung &#252;ber Strahlenschutz. Jeden einzigen postulierten Unfall wird nach der gesch&#228;tzten H&#228;ufigkeit des Auftretens kategorisiert. Die Kategorisierung erfolgt in drei Banden von 10-1 bis 10-2, 10-2 bis 10-4 und 10-4 bis 10-6 pro Jahr. F&#252;r jede Kategorie (Frequenzband), ein radiologisches &#246;ffentliches Dosisgrenzwert muss erf&#252;llt sein, n&#228;mlich die Gebrauchsfehlergrenze, jeweils 1 mSv und 100mSv (Sievert). Dies entspricht IAEA NS-G-1.2, Artikel 4,100, der besagt, dass &#8220;oft strengere Kriterien angelegt werden f&#252;r Vorf&#228;lle mit einer h&#246;heren Auftrittsfrequenz.&#8221;</p>
<p>Dar&#252;ber hinaus verlangt die Verordnung, dass nur &#8220;ein paar&#8221; Unf&#228;lle des Schweregrads 1mSv/100mSv passieren k&#246;nnen, wodurch das Gesamt-(summierte) Risiko durch diese Unf&#228;lle limitiert ist (wenn auch nur vage).</p>
<p>Die Verordnung legt auch fest, dass das Regelwerk angemessene Vorkehrungen f&#252;r Unf&#228;lle brauchen wird, die zwar eine Frequenz unterhalb 10-6 pro Jahr haben, aber schwerwiegende Folgen haben k&#246;nnten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Methode zur Beurteilung, ob Aufnahmekriterien erf&#252;llt sind</h5>
<p>Nach dieser Verordnung m&#252;ssen sowohl deterministische und probabilistische Methoden zur Sicherheitsbewertung verwendet werden. Allerdings, nur deterministische Sicherheitsbewertungen von Auslegungsst&#246;rf&#228;llen sind in Bezug auf die Bew&#228;ltigung der globalen Akzeptanzkriterien rechtsverbindlich.</p>
<p>Unf&#228;lle mit einer Frequenz von bis zu 10-6 pro Jahr werden als Auslegungsst&#246;rf&#228;lle gesehen. Unf&#228;lle mit einer tieferen Frequenz automatisch als „Unf&#228;lle ausserhalb Auslegungsst&#246;rf&#228;llen“ und werden g&#228;nzlich von einer deterministischen Sicherheitsbewertung ausgeschlossen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Zu ergreifende Ma&#223;nahmen, wenn Aufnahmekriterien nicht erf&#252;llt sind</h5>
<p>In 2008 wurde die Verordnung &#252;ber Kriterien f&#252;r die Stilllegung von Atomkraftwerke durch das Eidgen&#246;ssische Departement f&#252;r Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation ausgestellt. Die Bewertung muss unverz&#252;glich vorgenommen werden, Ergebnisse m&#252;ssen der Aufsichtsbeh&#246;rde unverz&#252;glich mitgeteilt werden, und, wenn die Kriterien nicht erf&#252;llt sind, muss das Atomkraftwerk unverz&#252;glich stillgelegt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Probleme mit der Sicherheitsbewertung Schweizer AKWs</h5>
<p>Seltsamerweise, im Jahr 2009 definiert die Verordnung &#252;ber die Gefahren- und Sicherheitsanalysen ausdr&#252;cklich, dass Umf&#228;lle mit einer Frequenz von 10-4 pro Jahr oder h&#246;her als Naturgefahren eingestuft werden m&#252;ssen. Dies heisst: alle nat&#252;rlichen Gefahren, die mit Frequenz 10-4 bis 10-6 geschehen, bleiben ungetestet. Da Naturgefahren &#8211; vor allem Erdbeben &#8211; in der Regel die Herausforderungsliste der Sicherheit der AKWs dominieren, und dar&#252;ber hinaus wie sich ihre Intensit&#228;t von 10-4 bis 10-6 drastisch erh&#246;ht, ist dieses Vers&#228;umnis kaum zu vernachl&#228;ssigen.</p>
<p>M&#252;hleberg hat eine Bev&#246;lkerung von 500&#8217;000 Menschen innerhalb seiner 20km Zone. Eine angemessene Gefahrenanalyse sollte sichergestellt sein. Die Akzeptanz Kriterien f&#252;r eine globale Akzeptanz sind mit der aktuellen Gefahrenanalyse nicht garantiert. Diese Kriterien geben dem Schweizer Volk falsche Sicherheitsversprechen.</p>
<p>In Dezember 2004 hat die ENSI ihre Revision neu definiert. Darin werden einzelne Risiken alleine kalkuliert, als ob nur ein St&#246;rfall auf einmal passieren k&#246;nnte. Aber die Chancen, dass mehrere St&#246;rf&#228;lle gleichzeitig passieren, werden nicht zusammengez&#228;hlt.</p>
<p>Nach der Regel „Risiko = Frequenz x Sch&#228;den“ wurde das in der Schweiz zul&#228;ssige Restrisiko um einen Faktor von 10 (Minimum) bis 100 oder mehr erh&#246;ht.</p>
<p>Im Gegensatz zu den anderen Schweizer AKWs, M&#252;hleberg nutzt nur die Aare als einziges K&#252;hlk&#246;rper (die anderen haben Zugang zu ausreichend Grundwasser). Deshalb ist Zuverl&#228;ssigkeit der K&#252;hlwasserentnahmestellen in allen Umgebungsbedingungen von gr&#246;&#223;ter Bedeutung.</p>
<p>Versuche, mit einem Miniaturmodell des Zuflussrohrs haben offenbar gezeigt, dass die Blockierung der &#214;ffnungen mit Material, das in Hochwasser mobilisiert wird, nicht ausgeschlossen werden kann.</p>
<p>Ma&#223;nahmen wurden angek&#252;ndigt, um das Problem zu l&#246;sen. Allerdings, als ENSI die Bewertung der Sicherheit &#252;berpr&#252;fte, fanden sie heraus, dass bei einem einfachen Ausfall vom Diesel-Generator 090 die Haupt-und Hilfs Wasser-Systeme unwirksam werden. Ausserdem k&#246;nnten sie nicht ausschlie&#223;en, dass die Wasserzulaufsstruktur von organischem Material auch durch das Hochwasser blockiert werden k&#246;nnte. So sind die angek&#252;ndigten Massnahmen auch nutzlos. Es gibt auch keine Lagerhallen mit vollst&#228;ndiger Erdbebensicherheit vor Ort, wo mobile Pumpen und Treibstoff gelagert werden k&#246;nnten.</p>
<p>Ehrlich gesagt, wenn Sicherheitsstandards umgangen werden, indem man jede Art von Unfall-Management Ausr&#252;stung als angemessen erkl&#228;rt um wichtige Sicherheitsfunktionen zu ersetzen, sind Unf&#228;lle in alternden AKWs praktisch garantiert.</p>
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		<title>Raumplanung – Das ungeliebte Instrument</title>
		<link>http://blog.geri-mueller.ch/2011/09/07/raumplanung-das-ungeliebte-instrument/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 09:48:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Geri Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Bevölkerungswachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Raumplanung]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Prof. Kneschaurek in den 60er Jahren die Schweiz bis ins Jahr 2000 auf 10 Millionen BewohnerInnen anschwellen sah, entstand eine erste breite Raumordnungsdiskussion. Die Frage war: wo bitte sollen denn diese weiteren 5 Millionen leben? Vorbildlich entstand aus der Debatte das  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Prof. Kneschaurek in den 60er Jahren die Schweiz bis ins Jahr 2000 auf 10 Millionen BewohnerInnen anschwellen sah, entstand eine erste breite Raumordnungsdiskussion. Die Frage war: wo bitte sollen denn diese weiteren 5 Millionen leben? Vorbildlich entstand aus der Debatte das Raumplanungsgesetz. Die Wirkung dieses Gesetzes ist, wie wir heute sehen m&#252;ssen, ausgeblieben. Daf&#252;r gibt es verschiedene Gr&#252;nde, welche im Zusammenspiel eine verheerende Wirkung haben:</p>
<ul>
<li>Steuerwettbewerb in Kommunen und Kantonen: Er f&#252;hrt dazu, dass es sich lohnt, in einem anderen Kanton zu wohnen, als zu arbeiten. Ausserdem haben viele Gemeinden versucht, die Steuereinnahmen mit mehr BewohnerInnen zu erh&#246;hen.</li>
<li>Zersiedlung: Damit w&#228;chst nicht nur eine Gemeinde zu einem Zentrum an, sondern es entwickeln sich langsam aber stetig Nachbargemeinden, welche sich langsam zu einem Siedlungsbrei ergiessen.</li>
<li>Verkehrszuwachs: Im gleichen Takt haben sich Arbeitspl&#228;tze immer mehr konzentriert. Einerseits wurden Infrastrukturen in den D&#246;rfern geschlossen (Einkauf, &#246;ffentliche Dienste und Handwerk) und in der Region im Zentrum zusammengefasst. Leben und arbeiten driften immer weiter auseinander.</li>
<li>Flucht in die Freizeit: Der Erholungswert der Wohnumgebung leidet einerseits durch die zunehmende Einwohnerzahl, andererseits durch die verschwindenden „Inseln“ in der Siedlung. Die Folge davon ist die Flucht ins «Gr&#252;ne», welches sich durch den wachsenden Siedlungsbrei immer weiter entfernt.</li>
</ul>
<p>Zusammen mit der Zunahme der Wohnbev&#246;lkerung ist auch die Fahrzeugdichte gewachsen, die zur&#252;ckgelegte Distanz verl&#228;ngert worden und der &#246;ffentliche Verkehr gewachsen. Noch immer verschwindet pro Sekunde ein Quadratmeter unter Beton. Die Umkehr dieses Teufelskreises braucht gleichzeitig mehrere Umstellungen der Hebel: Im Zentrum st&#252;nde zwar die Raumplanung, welche eigentlich schon heute die Zersiedelung bek&#228;mpfen sollte, mangels Massnahmen aber nicht tut. Wirkungsvoller ist hingegen der Abbruch des Steuerwettbewerbs. Hinzu kommt der Steuerabzug f&#252;r den Arbeitsverkehr. Wenn der wegfiele, w&#252;rden Entscheide, weit weg vom Arbeitsort zu wohnen, reduziert. Aber auch Regulierungen in Bauordnungen k&#246;nnen die Zersiedelung stoppen. Einerseits durch verdichtetes Bauen, was dann Erholungsfl&#228;che in der N&#228;he erm&#246;glicht, steuerliche Anreize f&#252;r weniger Fl&#228;chenverbrauch (Wohnen und Umland) und Durchmischung von Wohnen, Arbeit, Freizeit und Einkauf.</p>
<p><strong>Ziel aller dieser Bem&#252;hungen m&#252;sste sein, die Menschen vermehrt in der N&#228;he zu befriedigen und die allt&#228;glichen Kilometer drastisch zu reduzieren. </strong></p>
<p>Der Verkehr braucht heute einen Drittel der Gesamtenergie. Eine Reduktion um die H&#228;lfte w&#228;re ein Gewinn f&#252;r die Umwelt, die Raumordnung und das &#246;ffentliche und private Portemonnaie. In der letzten Zeit wird immer wieder das E-Auto als Probleml&#246;sung ins Spiel gebracht. Die obigen Ausf&#252;hrungen zeigen jedoch auf, dass strukturelle &#196;nderungen wesentlich schnellere und weitreichendere L&#246;sungen bringen w&#252;rden.</p>
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		<title>Einladung zum &#246;ffentlichen Fastenbrechen</title>
		<link>http://blog.geri-mueller.ch/2011/08/10/einladung-zum-offentlichen-fastenbrechen/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 09:15:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Geri Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baden]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Ramadan ist einer der wichtigsten Monate im religi&#246;sen Leben der Muslime. Nach einem
Tag  voller  Entbehrungen  freuen  sie  sich,  am Abend  wieder  essen  und  trinken  zu  k&#246;nnen.  &#220;bli-cherweise wird das Fastenbrechen (arab. Iftar) im Familien- oder Freundeskreis durchgef&#252;hrt.
F&#252; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Ramadan ist einer der wichtigsten Monate im religi&#246;sen Leben der Muslime. Nach einem<br />
Tag  voller  Entbehrungen  freuen  sie  sich,  am Abend  wieder  essen  und  trinken  zu  k&#246;nnen.  &#220;bli-cherweise wird das Fastenbrechen (arab. Iftar) im Familien- oder Freundeskreis durchgef&#252;hrt.<br />
F&#252;r einmal m&#246;chten die im Aargau lebenden Musliminnen und Muslime auch Aussenstehende<br />
an diesem freudigen Anlass teilhaben lassen. Der Verband Aargauer Muslime (VAM) l&#228;dt des-halb alle Mitb&#252;rgerinnnen und Mitb&#252;rger zu einem &#246;ffentlichen Iftar ein.</p>
<p>Datum: Montag, 22. August 2011</p>
<p>Programm:<br />
19:15 T&#252;r&#246;ffnung<br />
19:45 Kurzansprachen von:<br />
-  Vizestadtamman Geri M&#252;ller, Baden<br />
-  Pater Karl Widmer (kath. Pfarrei Baden): «Bedeutung des Fastens im Christentum»<br />
-  Rabbiner Aron M&#252;ller (Israelitische Kultusgemeinde Baden): «Bedeutung des Fastens im Judentum»<br />
-  Muris Puric (Verband Aargauer Muslime): «Bedeutung des Fastens im Islam»<br />
-  Grusswort Pfarrer Stefan Blumer (Ref. Kirchgemeinde, Baden): «Vom Fasten zum Fest»<br />
20:35 Azan (Gebetsruf) &amp; Gebet der Muslime<br />
20:50 Gemeinsames Essen (Suppe/Buffet mit Selbstbedienung)<br />
22:00 Schlusswort und –gebet: Stefan Blumer / Karl Widmer, Segen: Aron M&#252;ller</p>
<p>Ort: Reformiertes Kirchgemeindehaus Baden, &#214;lrainstrasse 21, 5400 Baden (n&#228;he Bahnhof/neben reformierter Kirche)</p>
<p>Anmeldung und weitere Infos:<br />
Anmeldung bis 14. August 2011 erw&#252;nscht, jedoch nicht Bedingung f&#252;r Teilnahme:<br />
Sekretariat der ref. Kirchgemeinde Baden, Tel. 056 222 46 33, <a href="mailto:baden@ref.kirche.ch">baden@ref.kirche.ch</a><br />
oder <a href="mailto:info@aargauermuslime.ch">info@aargauermuslime.ch</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Israel beschleunigt ethnische S&#228;uberung in der Westbank</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 12:40:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Geri Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Palästina]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

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		<description><![CDATA[J&#252;ngste Berichte verschiedener UNO-Organisationen untermauern die Ansicht, dass die israelische Rechts-Regierung keinerlei Absicht hat, einen tats&#228;chlich unabh&#228;ngigen und lebensf&#228;higen pal&#228;stinensischen Staat zuzulassen. Unabh&#228;ngig und in klarer Verletzung der im Rahmen des sogenannten Nah-Ost  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>J&#252;ngste Berichte verschiedener UNO-Organisationen untermauern die Ansicht, dass die israelische Rechts-Regierung keinerlei Absicht hat, einen tats&#228;chlich unabh&#228;ngigen und lebensf&#228;higen pal&#228;stinensischen Staat zuzulassen. Unabh&#228;ngig und in klarer Verletzung der im Rahmen des sogenannten Nah-Ost Friedensprozesses abgeschlossenen Vereinbarungen setzt Israel konsequent und ohne jegliche R&#252;cksicht die Vertreibung von pal&#228;stinensischen Familien aus ihrer Heimat fort.</p>
<p>Wie der beiliegenden Stellungnahme des Sprechers des UNO-Pal&#228;stina Hilfswerkes UNRWA, Chris Gunness, zu entnehmen ist, wurden in den letzten sechs Monaten so viele H&#228;user demoliert wie schon lange nicht. Alleine in den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres wurde dadurch 700 Menschen obdachlos.</p>
<p><strong><em>G&#214;AB-Newsletter Nr. 69/2011</em></strong><strong><em></em></strong></p>
<p><strong><em>posted am 04.08.2011</em></strong></p>
<p>Links: <a href="http://blog.geri-mueller.ch/wp-content/Sharp-increase-in-demolitions-threatens-to-destroy-West-Bank-communities.pdf">Sharp increase in demolitions threatens to destroy West Bank communities</a><br />
<a href="http://blog.geri-mueller.ch/wp-content/UIF-Dec-2010-English.pdf">UIF Dec 2010 English</a></p>
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		</item>
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		<title>Ja oder Nein zum Staat Pal&#228;stina?</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jul 2011 13:29:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Geri Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Palästina]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Tachles
Von Gisela Blau, 15. Juli 2011
&#160;
Soll die Schweiz zustimmen oder ablehnen, falls die von Pr&#228;sident Mahmoud Abbas geplante Resolution &#252;ber die Anerkennung eines Staates Pal&#228;stina im September in die Traktanden der Uno-Generalversammlung kommt? Mitglieder der Aussenpolitischen Kommission [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h6>Im Tachles</h6>
<h6>Von Gisela Blau, 15. Juli 2011</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Soll die Schweiz zustimmen oder ablehnen, falls die von Pr&#228;sident Mahmoud Abbas geplante Resolution &#252;ber die Anerkennung eines Staates Pal&#228;stina im September in die Traktanden der Uno-Generalversammlung kommt? Mitglieder der Aussenpolitischen Kommissionen von National- und St&#228;nderat antworten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Immerhin 15 der angeschriebenen Schweizer Aussenpolitikerinnen und Aussenpolitiker beantworteten die Frage von tachles, ob die Schweiz in der Uno-Generalversammlung «Ja» oder «Nein» sagen solle, falls im September eine Resolution zur Anerkennung eines Staates Pal&#228;stina zur Abstimmung gelangt. Auch eine Begr&#252;ndung der Antwort wurde erbeten. Was<br />
eine Annahme f&#252;r die Schweiz bedeuten w&#252;rde, beantworteten nicht alle. Ihre Meinungen &#228;usserten Parlamentsmitglieder von vier Bundesratsparteien sowie der Gr&#252;nen. Es l&#228;sst sich hier allerdings nicht unbedingt eine Parteidoktrin erkennen. Die<br />
&#252;berwiegende Mehrheit bef&#252;rwortet ein «Nein». «Wir sollten weiterhin – auf der Basis der «Genfer Initiative» – auf eine Verst&#228;ndigung zwischen den am Konflikt Beteiligten hinarbeiten. Das Ziel sind zwei eigenst&#228;ndige Staaten, die in Sicherheit und Frieden nebeneinander existieren k&#246;nnen. Nur mit Verhandlungsl&#246;sungen kann ein dauerhafter Frieden im Nahen Osten erreicht werden» (Mario Fehr, Nationalrat SP/ZH und seit Kurzem Z&#252;rcher Regierungsrat). Einige dieser Mitglieder der Aussenpolitischen Kommission von National- und St&#228;nderat (APK) w&#252;rden unter klar definierten Bedingungen dennoch zustimmen. «Wenn durch eine anders geartete UNo-Resolution Pal&#228;stina verpflichtet w&#252;rde, friedlich und konstruktiv an einer Zweistaatenl&#246;sung mit Israel zu arbeiten, im Rahmen beidseitig sicherer und garantierter Grenzen, mit Ziel einer sp&#228;teren diplomatischen Anerkennung, w&#252;rde ich so einem Schritt zustimmen» (Peter Briner, St&#228;nderat FDP-Liberale/SH).</p>
<h6>
<strong>Die Rolle der Schweiz</strong></h6>
<p>&nbsp;<br />
H&#228;ufig wird das «Nein» durch einen Mangel an Voraussetzungen begr&#252;ndet. Die Schweiz stelle f&#252;r die Anerkennung von Staaten drei Voraussetzungen, sagt Christoph M&#246;rgeli, Nationalrat SVP/ZH: «Staatesvolk, Staatesgebiet, Staatesgewalt. Mindestens die zwei letzten Voraussetzungen erf&#252;llt Pal&#228;stina nicht.» Ulrich Schl&#252;er, Nationalrat SVP/ZH, f&#252;gt dem noch<br />
den Mangel an «Gew&#228;hrleistung der wirtschaftlichen Eigenst&#228;ndigkeit bez&#252;glich der eigenen Bev&#246;lkerung» hinzu. Auch Walter M&#252;ller, Nationalrat FDP-Liberale/SG, f&#252;hrt dieses Argument an.</p>
<p>Eine einseitige Anerkennung Pal&#228;stinas durch die Uno schade einer friedlichen L&#246;sung, sagen Felix Gutzwiller, St&#228;nderat FDP-Liberale/ZH, Martine Brunschwig Graf, Nationalr&#228;tin FDP-Liberale/GE und J&#252;rg Stahl, Nationalrat SVP/ZH. Das gesicherte Existenzrecht f&#252;r Israel verlangen Kathy Riklin, Nationalr&#228;tin CVP/ZH, die Zur&#252;ckhaltung empfiehlt, Mario Fehr, Hans-J&#252;rg Fehr, Nationalrat SP/SH (in «20 Minuten») sowie Maximilian Reimann, St&#228;nderat SVP/AG, der unter der Voraussetzung der Best&#228;tigung dieses Existenzrechts durch s&#228;mtliche arabischen Staaten f&#252;r ein «Ja» pl&#228;diert.<br />
Eine Verletzung der Schweizer Neutralit&#228;t wird sowohl durch ein «Ja» wie durch ein «Nein» bef&#252;rchtet: «Die Schweiz ist ein neutraler Staat und muss zwingend in dieser Rolle bleiben», sagt der ablehnende J&#252;rg Stahl. «Eine Anerkennung w&#252;rde die Schweiz politisch, finanziell und juristisch enger an den Staat Pal&#228;stina kn&#252;pfen, da wir v&#246;lkerrechtlich Mitverantwortung eingehen. Noch schlimmer aber ist, dass wir in Nahost andere Staaten und Handelspartner ver&#228;rgern und nicht mehr als neutral wahrgenommen w&#252;rden» (Christoph M&#246;rgeli). Schweizer Vermittlung wird hoch bewertet: «Auf der politischen Ebene w&#252;rde die Schweiz durch die Annahme einer solchen Resolution ihre Beziehungen zum Staat Israel dauerhaft besch&#228;digen und w&#228;re nie mehr in der Lage, eine Rolle als Erm&#246;glicherin von L&#246;sungen durch Verhandlungen in diesem Konflikt wahrzunehmen» (Martine Brunschwig Graf). «Ich denke, dass die Schweiz ihre guten Dienste oder eine Mediation anbieten k&#246;nnte, damit sich der Friedensprozess positiv entwickelt» (Francine John-Calame, Na-tionalr&#228;tin Gr&#252;ne/NE).</p>
<h6>
<strong>F&#252;r eine Anerkennung</strong></h6>
<p>&nbsp;<br />
Es gibt auch relativ vorbehaltlose Zustimmungen, wie die von Francine John-Calame: «Wie die Israeli haben auch die Pal&#228;stinenser das Recht, in Frieden zu leben.» Pal&#228;stina als Uno-Mitglied anzuerkennen sei eine Chance, um die Region zu stabilisieren und zu befrieden. Die Uno m&#252;sse die Grenzen definieren, weil es zwingend sei, dass Israel aufh&#246;re, seine Siedlungen auszuweiten. Hans-J&#252;rg Fehr pl&#228;diert f&#252;r ein «Ja»: «Es gibt keine Alternative zur Zweistaatenl&#246;sung in Pal&#228;stina», diese gebe es aber nur mit zwei Staaten. «Die Anerkennung Pal&#228;stinas als Staat durch die Uno w&#252;rde den entscheidenden Missstand (die Besetzung) in einem v&#246;lkerrechtlich neuen Licht erscheinen lassen und die Voraussetzungen f&#252;r einen R&#252;ckzug Israels verbessern.» Politisch g&#228;be es wenig Ver&#228;nderungen, «weil sich die schweizerische Aussenpolitik de facto schon l&#228;nger auf der Grundlage einer Zweistaatenl&#246;sung<br />
bewegt».<br />
Josef Lang, Nationalrat Gr&#252;ne/ZH, pl&#228;diert f&#252;r die Anerkennung, die Verhandlungen nicht ausschliesse. «Sie erm&#246;glicht aber Pal&#228;stina, mindestens formal als gleichberechtigter Partner diese Verhandlungen zu f&#252;hren. Die Unabh&#228;ngigkeit Pal&#228;stinas anerkennen heisst heute – &#252;ber die Anerkennung Pal&#228;stinas hinaus –  die Besatzung und den Siedlungsbau zu delegitimieren.» Neutralit&#228;t bedeute Gleichbehandlung von Israel und Pal&#228;stina.<br />
Am deutlichsten &#228;ussert sich Bef&#252;rworter Geri M&#252;ller, Nationalrat Gr&#252;ne/AG. Der Uno-Teilungsplan von 1947 habe zwei Staaten vorgesehen. «Auch wenn die damaligen Direktbetroffenen ablehnten (wer stimmt schon freiwillig einer Abspaltung zu), muss das<br />
Recht auf einen eigenen Staat umgesetzt werden.» V&#246;lkerrechtlich stehe Pal&#228;stina nicht schlechter da als Kosovo oder S&#252;dsudan. Es w&#228;re «nicht nachvollziehbar», wenn die Schweiz, die Israel als Staat anerkenne, dies mit Pal&#228;stina nicht tun w&#252;rde. «Wenn heute Pal&#228;stina nicht anerkannt wird, wird es von der Erdoberfl&#228;che verschwinden. Der israelische Landraub im Westjordanland w&#228;chst atemberaubend, Ostjerusalem ist bald ethnisch ges&#228;ubert.» Finanziell k&#246;nnte Pal&#228;stina «endlich wieder aufgebaut werden, es w&#252;rden viele Investitionen get&#228;tigt werden, die nachhaltig sind. Heute ist man da z&#246;gerlich, wegen den willk&#252;rlichen Angriffen aus<br />
Israel.» Die Produkte h&#228;tten eine klare Ursprungsbezeichnung, Pal&#228;stina w&#252;rde wie Israel von den Zollbeg&#252;nstigungen der EFTA profitieren, was es schon heute k&#246;nnte, sofern seine Produkte den israelischen Zoll &#252;berwinden k&#246;nnten.</p>
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<strong>V&#246;lkerrechtlicher Aspekt</strong></h6>
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Das Parlament wolle konsultiert werden, sagte Christa Markwalder, Nationalr&#228;tin FDP-Liberale/BE und Pr&#228;sidentin der APK des Nationalrats, zu «20 Minuten»; Aussenministerin und Bundespr&#228;sidentin Micheline Calmy-Rey sei darauf hingewiesen worden. Markwalder war f&#252;r tachles nicht erreichbar. Vorl&#228;ufig tut sich mindestens die nationalr&#228;tliche APK anscheinend noch sehr schwer mit diesem Thema. Ein APK-Mitglied wollte sich explizit nicht &#228;ussern, bevor nicht mehr Informationen vorl&#228;gen. Es seien offenbar<br />
Abkl&#228;rungen im Gang, ob eine Anerkennung eines unabh&#228;ngigen Staates Pal&#228;stina v&#246;lkerrechtlich vertretbar sei. Laut Aussagen der APK-Pr&#228;sidentin sei es «auch noch nicht sicher, ob das Thema f&#252;r die n&#228;chste Sitzung bereits traktandiert werden kann».</p>
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