Atomenergie

Ein weiteres wichtiges Schrittchen zum Ausstieg

Auch wenn der Nationalrat Ja zu einem Ausstieg aus der Atomenergie gesagt, die wichtigen Vorstösse von Louis Schelbert (Überprüfung des Informationskonzepts) und Daniel Vischer (Haftungsrisiko) beschlossen haben, hat er zwei Dinge kläglich nicht wissen wollen: Woher Uran kommt und welches Leid in den Abbauländern in Kauf genommen wird. Und zweitens, was mit dem Müll geschehen soll. Gerade die beiden Parteien BDP und CVP, welchen den historischen Sieg für sich beanspruchen wollen, haben da nicht hinschauen wollen.

A propos Beanspruchung des Sieges: Wir wären heute weiter und hätten weniger Probleme, wäre man den Grünen schon früher gefolgt. Es bleibt noch sehr viel Arbeit zu tun und v.a. braucht es weiterhin eine starke Grüne Stimme, um das Ende der Verschwendung vorwärts zu treiben. Da genügt es nicht, bloss AKW irgendwann abzustellen.

Peak Oil Konferenz 2011

Wo stehen Wissenschaft, Erdölindustrie, Wirtschaft und Politik?

Nach dem Unfall im Kernkraftwerk Fukushima wird global über Energie diskutiert. Auch die Debatte um das globale Fördermaximumbeim Erdöl spitzt sich zu: Gemäss der Internationalen Energie Agentur (IEA) ist Peak Oil beim konventionellenErdöl erreicht. Was also kann die Schweiz tun, um die Erdölabhängigkeit zu reduzieren?

Samstag, 18. Juni 2011
Aula der Universität Basel
Petersplatz 1, Tram 3 oder Bus 34 bis “Universität”
400 Sitzplätze, freier Eintritt
Peak Oil Tagung 18 Juni Basel

Röttgen lehnt Atomtransport nach Russland ab

© sueddeutsche.de – erschienen am 06.12.2010 um 14:24 Uhr

Bonn (dpa) – Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat den umstrittenen Atommüll-Transport aus dem Zwischenlager Ahaus nach Russland vorerst gestoppt. Der Zielort, die Wiederaufbereitungsanlage Majak im Ural, sei nicht in Betrieb, begründete Röttgen am Montag in Bonn seine Entscheidung.

Die 951 Brennelemente, die ursprünglich aus einem DDR-Forschungsreaktor stammen, werden nun im westfälischen Ahaus bleiben. Die Umweltorganisation Greenpeace sprach von einer überfälligen Entscheidung.

Röttgen sagte vor dem Abflug zum Klimagipfel nach Cancún, er sei nach sorgfältiger Prüfung «zu der Überzeugung gekommen, dass gegenwärtig nicht angenommen werden kann, dass die Voraussetzungen für eine schadlose Verwertung vorliegen».

Röttgen sagte, er habe sich bei seiner Entscheidung insbesondere auf ein Gutachten der Gesellschaft für Reaktorsicherheit gestützt. Es besage zwar, dass eine Ausfuhr vertretbar sei. Der dargestellte Sachverhalt aber habe ihn vom Gegenteil überzeugt.

Majak soll noch stärker radioaktiv verstrahlt sein als Tschernobyl, wo es 1986 zum Gau gekommen war. Die kerntechnische Anlage der Russen im Ural gilt als eine der am stärksten radioaktiv verseuchten Regionen der Erde. Deshalb warnen deutsche und russische Umweltschützer vor dem Transport.

Greenpeace-Atomexperte Tobias Münchmeyer sagte: «Dass dieser Irrsinns-Transport gestoppt wurde, ist ein Erfolg der Anti- Atombewegung in Russland und Deutschland.» Unverständlich bleibe aber, warum Röttgen Monate gebraucht habe, um festzustellen, dass der Transport in ein ökologisches Katastrophengebiet nicht verantwortbar sei.

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