Ausland

Einladung zum Info-Abend

Revolution in Nordafrika

Was: Revolution in Nordafrika – Was steht dahinter? Was bedeutet es für die Schweiz? Was sollen wir tun?
Wann: Freitag, 8. April 2011, 20:00 – 21:00
Wo: Kanti Baden

Gäste:

Geri Müller
Baden
Nationalrat Grüne
Präsident APK
(Ausserparlamentarische Kommission)

Irène Kälin
Lenzburg
Grossrätin junge Grüne
Studentin Islamwissenschaften

Yahya Hassan Bajwa
Baden
Grossrat Grüne
muslimischer Herkunft
Fachmann für Kommunikation zwischen den Kulturen

Noch sind die ÄgypterInnen noch nicht über dem Berg

Klar, der erste Erfolg gehört den mutigen ÄgypterInnen, welche mit über 300 Opfern Mubarak endlich abgesetzt haben. Mubarak war der perfekte Verwalter amerikanischer, europäischer und israelischer Interessen. Dafür hat sein Volk einen hohen Preis bezahlt. Korruption und Gewalt hat die grosse Mehrheit in Armut getrieben. Mubarak schützte den Suezkanal, durch den zwei Drittel des Welthandels durchgeführt wurde. Dafür erhielt er militärische Hilfe aus den USA.

Vor wenigen Jahren machte ja die somalische Küste von sich reden, als ab und zu ein Schiff von sogenannten Piraten geentert wurde. Der südliche Zugang zum Suezkanal, eben diese somalische Küste, wurde danach, man höre und stauene, von amerikanischen, europäischen, chinesischen, russischen und indischen Piratenjägern gesichert. Historisch einmalig, diese Kombination, aber sie zeigt auf, wie bedeutend dieser Seeweg für den Welthandel ist. Übrigens wollten einige Schweizer Bundesräte da mitmachen, doch sie scheiterten am Widerstand der Grünen, welche zunehmend von den anderen Parteien bei der Operation Atalanta unterstützt wurden. Mubarak war aber auch ein Garant für die israelische Unterdrückung der Palästinenser. Auch dafür kassierte er einen grossen Support vom Westen.

Nun ist er also weg. Wer nach ihm kommt, ist nun die grosse Frage. Und ob es wirklich freie Wahlen gibt, welche dann auch vom Westen akzeptiert werden. Denn wenn eine Mehrheit an die Macht kommt, welche nicht mehr nur dem Westen dienen will, wird dies nicht akzeptiert. Als wollen die westlichen Leader schon im Voraus gerne „helfen“. Die Ankündigungen Obamas, Merkels und Sarkozys lassen nichts Gutes erahnen. Es braucht nun auch Druck von hier aus, dass diese Geopolitischen Schachspieler endlich Ägypten seinem freien Willen überlassen und nicht immer nur an sich denken. Klar, das wird unsere Lebensumstände betreffen. Aber wer kann denn wirklch akzeptieren, dass bei uns der Überfluss durch das Elend anderer ermöglicht wird? Die Zeiten bleiben spannend…

Friedensverhandlungen: Ex-Politiker drohen Israel

Endlich realisieren ehemalige Politleader in der EU, dass Israel nicht zu Friedensverhandlungen bereit ist.

26 ehemalige europäische Staatsoberhäupte, Minister und Vorsteher von europäischen Organisationen rufen die EU dazu auf, gegen Israel auf verschiedenen Ebenen Vorzugehen.

„Unsere Gruppe möchte betonen, dass die EU in den vergangenen zwei Jahrzehnten sehr substantielle Investitionen in den Aufbau der Fundamente einer Zwei-Staaten-Lösung getätigt hat – nicht zuletzt mit dem Geld von EU-Steuerzahlern.“

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